verloren

neben der laterne vor ihrem haus
stehen wirund haben uns nach jahren
mehr zusagen als an jedem der tage
zuvor. Noch nie wie aufgezogen waren
wir in den gefuehlen nicht nicht sicher
sondern einfach nicht im zweifel. Wir
gingen dann weiter bis zur unterfuehrung,
die unterfuehrung bei der sie mir erzählt
hatte, dass sie immer ihren atem so laut
hoerte um nicht auch noch das pochen ihres
herzens hoeren zu muessen. Ich nahm
sie in den arm. Wir gingen verschlungen
weiter, eigentlich storksten wir, so liess sich
nicht gute gehen. Ich nahm sie fest an der
hand und fuehlte die waerme der ihren in der
meinen. Wie schoen dachte ich bei mir.
Ihre warme hand. Wir gingen weiter durch
die nacht und hatten kein ziel, wir
schlenderten nur, so wie wir das machen
wenn wir ohne jede absicht einfach waren.
Wie wir das eigentlich, seit wir zusammen
durchs leben schritten, immer taten. Vor
uns tat sich der blick auf zum see. Ein
toller ausblick. Die wellen brachen sich am
molo. molo war die kurzform fuer den lande-
steg um den neuen alten hafen. Wir gingen
bis zum leuchtfeuer. eigenartig war nur das
wir bisher nicht viele worte gewechselt hatten
und doch war ich sicher alles gesagt zu haben.
Im augenblick als sich unser blick ueber dem
see verlor hoerte ich mich sagen wie schoen
doch die zeit mit ihr war, und dann sagte ich
ich meinte ich habe sie verloren.

Verloren - die angst zu finden, nicht zu finden
was heute neben mir stünde.

Auch hatte ich die melancholie verloren
mit der ich das wort verloren normal ueber
meine lippen direkt aus meinem herzen sprach.

Heute war kein guter tag. Kein guter tag
darueber nachzudenken was man nicht alles
betrauern koennte verloren zu haben.

Habe ich vergessen wie schwer verlieren ist.